Kooperation im Wettbewerb: Netzwerk Metall und ÖFHF bündeln ihre Bildungsangebote

Mit einer neuen Bildungskooperation öffnen Netzwerk Metall und der Österreichische Fachverband für hinterlüftete Fassaden (ÖFHF) ihre Weiterbildungsformate füreinander. Rund 140 Unternehmen profitieren von erweitertem Zugang zu Qualifizierung, Know-how und fachlichem Austausch.

Die Kooperation ist insofern bemerkenswert, als sich hier Organisationen annähern, deren Mitglieder teilweise im selben Marktumfeld tätig sind. Gerade in der Aus- und Weiterbildung zeigt sich jedoch: Gemeinsame Herausforderungen wie Fachkräftemangel, steigende technische Anforderungen und zunehmender Innovationsdruck lassen sich durch Zusammenarbeit besser bewältigen.

„Mit der wechselseitigen Öffnung unserer Weiterbildungsformate setzen wir bewusst auf Kooperation und Qualitätssicherung. Praxisnahe, fachlich fundierte Aus- und Weiterbildung hält das Gewerbe in Österreich wettbewerbsfähig und sichert qualifizierte Arbeitsplätze und Wertschöpfung in den Regionen. Gleichzeitig lassen wir das in Österreich oft gepflegte Silodenken hinter uns und kooperieren dort, wo alle von einem erweiterten Zugang zu Know-how und Austausch profitieren“, sagt Thomas Weber, Geschäftsführer Netzwerk Metall.

Zwei etablierte Formate werden zugänglich gemacht

Konkret umfasst die Kooperation die gegenseitige Öffnung seit Jahrzehnten etablierter Weiterbildungsangebote:

  • Die Fassadenakademie des ÖFHF wird für Mitglieder von Netzwerk Metall zugänglich
  • Das Führungskräftesymposium von Netzwerk Metall steht künftig auch Mitgliedern des ÖFHF offen

Die Teilnahme erfolgt jeweils zu den Mitgliederkonditionen der veranstaltenden Organisation.

Die Fassadenakademie steht für praxisnahe, hochwertige Weiterbildung im Bereich hinterlüfteter Fassaden. Durch die Kooperation erweitern wir den Kreis der Teilnehmenden gezielt um angrenzende Gewerke und schaffen zusätzliche Perspektiven für fachlichen Austausch und Innovation“, sagt Rudolf Schmidhofer, Leiter der Fassadenakademie.

Die Initiative schafft damit einen konkreten Mehrwert für die Mitgliedsbetriebe beider Organisationen: Sie erhalten Zugang zu bestehenden, etablierten Bildungsformaten, ohne dass parallele Strukturen aufgebaut werden. Gleichzeitig wird die Vernetzung zwischen verwandten Branchen gezielt gestärkt.

Kooperation statt Silodenken: Zwei Netzwerke bündeln ihre Weiterbildung

Die Zusammenarbeit zeigt, dass Kooperation auch dort möglich ist, wo Marktgrenzen eigentlich Distanz nahelegen. Gerade in der Qualifizierung von Fach- und Nachwuchskräften entstehen neue Impulse für die gesamte Branche. Davon profitieren auch Projekte, Auftraggeber und Bauherren. Erfolgreiche Projekte basieren auf Fachkräften, deren fachlicher und mentaler Horizont über die Grenzen des eigenen Gewerks hinausgeht. Kooperatives, integratives Arbeiten ist entscheidend, um komplexe Bauvorhaben erfolgreich umzusetzen. Dafür braucht es ein Grundverständnis für angrenzende Gewerke sowie deren Arbeits- und Produktionsbedingungen“, so Weber abschließend.

Über Netzwerk Metall

Netzwerk Metall ist ein österreichisches Unternehmensnetzwerk der metallverarbeitenden Industrie. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsbetriebe durch Vernetzung, Kooperation und praxisnahe Weiterbildungsangebote zu stärken. Im Fokus stehen insbesondere Führungskräfteentwicklung, Innovation und Erfahrungsaustausch innerhalb der Branche.

https://www.netzwerk-metall.at

Über den ÖFHF

Der Österreichische Fachverband für hinterlüftete Fassaden (ÖFHF) ist die zentrale Interessenvertretung für Unternehmen im Bereich vorgehängter hinterlüfteter Fassaden. Mit der Fassadenakademie bietet der Verband ein spezialisiertes Weiterbildungsprogramm, das technisches Fachwissen, Normenkompetenz und praxisorientierte Inhalte vermittelt.

https://www.oefhf.at